Wann bin ich glücklich?

"Ist es erstrebenswert immer glücklich zu sein?"

 

Wenn ich diese Frage aufschreibe denke ich sofort...natürlich!

Aber im Prinzip stimmt das nicht. Erstaunlicher Weise hat mich unser 15jähriger Sohn dazu gebracht, diese Frage zu stellen, bzw. er hat sie gestellt und ich denke darüber nach.

Schließlich muss ich erst mal definieren, was Glück für mich überhaupt bedeutet. Und ist das Gegenteil von Glück Unglück? Oder ist es das Fehlen von Glück und was ist stattdessen da?

 

Ich denke immerzu an Schwarz und Weis, aber was ist mit den anderen Farben?Vielleicht können wir diese mit unseren Alltagsaugen oft nicht sehen und wahrnehmen, weil wir abgelenkt und gestresst sind. Obwohl wir eigentlich wissen, dass es noch so viele Farben mehr gibt, die das Leben schließlich bunt und lebenswert machen.

 

Ich will damit sagen, dass es eben nicht nur glücklich und unglücklich gibt, sondern, dass es wichtig ist jeden Tag ein bisschen bunter zu sehen, und dann fühlt sich alles lebendig und gut an. Dann können wir zufrieden und ausgeglichen sein.Wenn es gelingt viele zufriedene Tage zu haben, können wir bald feststellen, das sich so das Glück anfühlt!

Ich denke so wie im Licht alle Farben vorhanden sind, auch wenn wir sie mit bloßem Auge nicht sehen können, sind in allen Dingen und Situationen, alle Möglichkeiten enthalten.

Vielleicht ist es ja erstrebenswert, so viel wie möglich zu erkennen und dadurch zu wachsen. Sei es jetzt durch einen glücklichen oder einen herausfordernden Zustand. Die Wahrnehmung auf das zu lenken, was gerade ist und es anzunehmen, egal wie wir es einstufen, ist die Möglichkeit zu wachsen.

Deshalb sind auch Tage wichtig, in denen nicht alles so läuft, wie wir uns das vorstellen und wir uns eben nicht glücklich fühlen. Denn wenn wir dieses Gefühl nicht kennen würden, könnten wir das Gefühl von Glück und Zufriedenheit auch nicht erkennen!

 

Nur weil es die Dunkelheit gibt, gibt es das Licht.

 

Ich möchte hier in diesem Block meine persönliche Theorie von glückbringenden Möglichkeiten aufzeigen.

 

 

Mein erstes Thema heute ist die...

 

 

Wertschätzung:

 

Der Mensch muss Wertschätzung erfahren, damit er sie lernen kann!

 

Wenn ein Mensch fühlt, dass er von seinen Mitmenschen geachtet und in seiner Persönlichkeit anerkannt wird und zwar ganz genau so, wie er ist, dann spürt er echte Wertschätzung.

 

Aber sie zeigt sich nicht nur im persönlichen Miteinander. So kann auch eine Firma ihren Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringen, indem sie z.B. die Arbeitsbedingungen positiv gestaltet. So ist ein angenehmes Betriebsklima genau so wichtig, wie eine moderne Ausstattung der Büros und die Pausengestaltung. Das alles trägt dazu bei, das sich der Mensch wohl fühlt. 

 

Leider sieht die Realität zuweilen anders aus. Aber warum ist das Betriebsklima oft so angespannt?

Natürlich hat das vor allen Dingen etwas mit der Menschlichkeit zu tun. Allerdings sind wir auch Situationen ausgesetzt, die uns unbewusst täglich ärgern und die unser Stresslevel erhöhen. So hinterlassen z.B. hässliche, schmutzige Toilettenräume ein Gefühl von Geringschätzung und Ärger. Die unbezahlten Überstunden geben uns ein Gefühl von Missachtung unserer Arbeit. Die ständigen Rechtfertigungen vermitteln uns ein Gefühl von Unterlegenheit. Die Summe dieser Dinge macht uns müde, sie kostet uns viel Energie.

 

Aber können wir denn nichts dagegen tun?

 

Doch können wir!

 

 

Wir können unsere innere Einstellung  zu unserer äußeren Welt ändern!

 

 

- hören wir auf uns auf die Dinge zu konzentrieren, die uns nicht gefallen

 

-  machen wir uns selbst immer wieder eine kleine Freude

 

- gestalten wir uns unseren Tag schön und übernehmen wir die Verantwortung für unsere Gedanken

 

- konzentrieren wir uns auf die vielen wunderbaren Kleinigkeiten des Alltages 

 

Kurz gesagt, schenken wir uns selbst bedingungslose Wertschätzung!

 

 

Nur wer in der Lage ist sich selbst Wertschätzung entgegenzubringen, kann auch andere Menschen wertschätzen.

 

 

 

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